Walter steht an der Tankstelle und schaut auf die Preistafel.
Dann auf die Zapfsäule.
Dann sicherheitshalber noch einmal auf die Preistafel.
„Ich wollt tanken. Nicht bei euch einsteigen.“
Er hängt die Zapfpistole zurück. Für den Betrag hätte er früher wenigstens das Gefühl gehabt, der Tank wäre voller geworden.
Da fällt sein Blick auf einen älteren Herrn, der mit einem Rollator am Gehweg vorbeizieht.
Walter schaut ihm nach.
„Der muss wenigstens nicht tanken.“
Der Gedanke bleibt hängen.
Vier Räder. Ein Lenker. Ein Sitz. Und der Einkaufskorb ist schon dabei. Eigentlich alles, was er braucht.
Bloß langsamer.
Andererseits: Seit er in Rente ist, fährt er hauptsächlich zum Einkaufen. Dort steht er dann sowieso an der Kasse.
Walter reibt sich übers Kinn.
„Braucht so ein Rollator eigentlich Winterreifen?“
Jetzt wird der ehemalige Reifenmonteur aufmerksam.
Er stellt sich kleine Stollenreifen vor. Ordentliches Profil. Vielleicht einen zweiten Radsatz für den Sommer.
„Wechseln könnt ich selber. Werkzeug hab ich ja.“
Kein Sprit. Reifenwechsel in Eigenleistung. Die Räder passen zum Einlagern unter die Garderobe.
Er nickt zufrieden.
Dann schaut er die Straße hinauf. Heimwärts geht’s bergauf.
Lange Pause.
Walter zieht den Autoschlüssel aus der Tasche.
„Gut. Für die Langstrecke behalt ich den Schwarzen.“
Zu Hause will er trotzdem mal nach Rollatoren schauen.
Aber gebraucht.
„Ich fang doch jetzt nicht an, Neuwagen zu kaufen.“
