WENIG RENTE. VIEL WALTER. · IRGENDWO IN NIEDERBAYERN.
W.MEIN GOTT
WALTER
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Comicillustration: Reif für die Insel. Bloß das Konto noch nicht.
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GESCHICHTEN AUS WALTERS WELT

Reif für die Insel. Bloß das Konto noch nicht.

Eine Privatinsel in Kanada steht zum Verkauf. Walter prüft die Finanzierung – und die Bereifung seines künftigen Inselfahrzeugs.

Walter auf seinem erträumten Eiland: Geländereifen wären geklärt. Beim Kaufpreis fehlen noch Kleinigkeiten. Satirische KI-Illustration.

Walter liest, dass ein Deutscher seine Privatinsel in Kanada verkaufen möchte. Gewonnen hatte er sie einst bei einem Haribo-Gewinnspiel.

Walter schaut auf seine angebrochene Tüte Gummibärchen.

„Andere kriegen davon eine Insel. Ich bloß klebrige Finger.“

Er liest weiter. Rund 220.000 Euro soll das Eiland kosten.

Walter öffnet seinen Geldbeutel. Schaut hinein. Macht ihn wieder zu.

„Gut. Die Anzahlung für die Türklinke hätten wir.“

Trotzdem lässt ihn der Gedanke nicht los.

Eine eigene Insel. Bäume, Wasser, eine Hütte. Kein Nachbar mit Laubbläser. Niemand, der nur schnell fragt, ob er ein Paket annehmen könnte.

„Wobei der Paketbote dann wahrscheinlich mit dem Boot kommt. Und ich nehm wieder für die ganze Küste an.“

Als Aquarienfreund wäre er bestens vorbereitet. Wasser gäb’s dort schließlich genug.

Allerdings müsste er erst einmal von der Anlegestelle zur Hütte kommen. Über Wurzeln, Steine und unbefestigte Wege.

Walter wird fachlich.

„Gibt’s eigentlich Geländereifen für einen Rollator?“

In Gedanken steht das Fahrzeug schon vor ihm. Grobes Profil, ordentliche Bremsen, Thermoskanne im Korb.

„Mit der Bereifung kann ich mich beschäftigen. Bei der Finanzierung müsst ich fachfremde Hilfe holen.“

Dann entdeckt er die laufenden Kosten. Laut Bericht allein rund 2.500 Euro Grundsteuer im Jahr. Dazu Anreise und Unterhalt.

Walter lehnt sich zurück.

„Nicht einmal auf einer einsamen Insel lässt dich die Rechnung in Ruhe.“

Er stellt sich vor, wie er morgens vor seiner Hütte sitzt. Der See glitzert. Der Kaffee dampft. Irgendwo ruft ein Vogel.

Das wäre schon schön.

Dann müsste er Holz machen. Das Boot in Schuss halten. Nach der Hütte schauen.

„Am Schluss bin ich Hausmeister auf meiner eigenen Insel. Ich wollt doch in Rente.“

Walter schaut zu seinem Aquarium und rückt seinen Sessel ein bisschen näher heran.

Wasserblick. Keine Flugkosten. Und die Heizung funktioniert.

„Reif für die Insel bin ich schon lang. Ich wart bloß noch, bis mein Konto nachgereift ist.“

—

Was Walter da gelesen hat

Anlass ist der t-online-Bericht „Haribo-Gewinn: Deutscher verkauft seine Privatinsel in Kanada“, aktualisiert am 22. Oktober 2026, von t-online, scr.

Dem Bericht zufolge möchte der Gewinner eine kanadische Seeinsel für rund 220.000 Euro verkaufen. Neben dem Kaufpreis fallen laufende Kosten an.

„Zur Originalmeldung über die Privatinsel bei t-online“ (https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101492754/haribo-gewinn-deutscher-verkauft-seine-privatinsel-in-kanada.html)

Walters Inselpläne und Dialoge sind frei erfundene Satire. Die KI-Illustration zeigt eine Fantasieinsel, nicht das tatsächlich angebotene Grundstück. Der Geländerollator ist ebenfalls eine humorvolle Erfindung.

Satire & Comedy: Echter Walter. Satirisch zugespitzt.

„Mein Gott Walter“ ist ein Satire- und Comedyprojekt, inspiriert von einem echten Menschen. Geschichten, Dialoge und Situationen können erfunden, überzeichnet oder künstlerisch verändert sein. Illustrationen und einzelne weitere Inhalte entstehen mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Walters Ansichten gehören zur satirischen Darstellung. Sachliche Einordnungen und Originalerlebnisse werden als solche kenntlich gemacht. Wir nehmen den Alltag aufs Korn – und uns selbst gleich mit.