WENIG RENTE. VIEL WALTER. · IRGENDWO IN NIEDERBAYERN.
W.MEIN GOTT
WALTER
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Comicillustration: Walter zählt nach: Pinguine statt Pfandflaschen
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GESCHICHTEN AUS WALTERS WELT

Walter zählt nach: Pinguine statt Pfandflaschen

Pinguine zählen und damit die Rente aufbessern? Walter rechnet schon. Bis er das Kleingedruckte entdeckt.

Walter am Südpol – satirische KI-Illustration, keine Aufnahme eines tatsächlichen Aufenthalts.

Walter liest von einem Antarktis-Job: Pinguine zählen, bis zu umgerechnet 2.500 Euro im Monat.

Er stellt die Kaffeetasse ab.

„Moment. Fürs Zählen? Ich hab jahrzehntelang Reifen gewuchtet. Hätt ich gewusst, dass die Viecher besser zahlen, wär ich früher umgeschult.“

Gedanklich packt er bereits den Koffer. Brille, Thermounterwäsche, Kaffee. Mit Fischen kennt er sich schließlich aus.

„Erst hab ich gedacht, ich muss die füttern. Aber bloß zählen krieg ich auch hin. Vorausgesetzt, die bleiben stehen. Wenn dauernd einer hinterm Eisberg verschwindet, fang ich doch jedes Mal wieder bei eins an.“

Dann liest er weiter: abgelegen, kein fließendes Wasser, körperliche Arbeit. Außerdem Postamt und Souvenirladen betreuen.

Walter lehnt sich zurück.

„Aha. Kaum steht irgendwo ein guter Verdienst, kommen die Zusatzaufgaben. Wahrscheinlich soll ich den Pinguinen im November auch noch die Winterreifen draufmachen.“

Er schaut zu seinem Aquarium.

„Ihr bleibt schön da. Euch zähl ich nachher. Und dann reden wir über meine Vergütung.“

Vorsichtshalber prüft er noch die Bewerbungsseite. Die Runde ist bereits geschlossen.

Walter nickt.

„Typisch. Bis der kleine Rentner seine Lesebrille findet, sind die guten Stellen schon weg.“

„Zum Aufbessern der Rente bis zum Südpol. Da weißt wenigstens, woher die kalten Füße kommen.“

—

Was Walter da gelesen hat

Anlass für diese Geschichte ist eine Meldung von t-online, aktualisiert am 22. Oktober 2026, über saisonale Einsätze beim UK Antarctic Heritage Trust in Port Lockroy. Neben der Beobachtung und Zählung von Pinguinen gehören weitere Aufgaben zum Einsatz. Der genannte Verdienst von bis zu umgerechnet 2.500 Euro hängt von der jeweiligen Position ab.

„Zur Originalmeldung bei t-online“ (https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_101491022/antarktis-stiftung-sucht-helfer-die-pinguine-zaehlen-fuer-2500-euro-.html)

„Zu den offiziellen Stelleninformationen der Stiftung“ (https://ukaht.org/about/jobs/)

Stand 22. Oktober 2026: Die Bewerbungen für die Saison 2026/27 sind laut Stiftung geschlossen. Walters Gedanken und Dialoge sind frei erfundene Satire.

Satire & Comedy: Echter Walter. Satirisch zugespitzt.

„Mein Gott Walter“ ist ein Satire- und Comedyprojekt, inspiriert von einem echten Menschen. Geschichten, Dialoge und Situationen können erfunden, überzeichnet oder künstlerisch verändert sein. Illustrationen und einzelne weitere Inhalte entstehen mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Walters Ansichten gehören zur satirischen Darstellung. Sachliche Einordnungen und Originalerlebnisse werden als solche kenntlich gemacht. Wir nehmen den Alltag aufs Korn – und uns selbst gleich mit.